Verlobung und vieles mehr auf den Whitsunday Islands (mit Bildergalerie)

I have found out that there ain’t no surer way to find out whether you like people or hate them than to travel with them. — Mark Twain

Hallo Ihr fleissigen Leser!

Nachdem wir es gegeschafft hatten uns keine 700 $-Reise andrehen zu lassen, ging es fuer uns am naechsten Tag los nach Shute Habour, wo um 6:15 Uhr morgens unser Wassertaxi zur South Molle Island abfuhr. Noch etwas unter Schock vom Preis des Parkplatzes (24 $), bestiegen wir das doch sehr kleine Wassertaxi. Vorher hatten wir noch das nicht ganz so handliche Campingequipment wie Zelt, Campingkocher, Geschirr, Abwaschschuessel, Spueli etc. in unseren Rucksaecken verstaut. Auf Isomatten verzichteten wir, da diese zu sperrig waren und auch Schlafsaecke packten wir nicht ein, da diese ploetzlich extra kosten sollten.

Noch im morgendlichen Nebel erreichten wir nach nur 10 Minuten Fahrt die Insel. Schon ein komisches Gefuehl, alleine auf einer Insel ausgesetzt zu werden. 🙂

Schnell bauten wir das Zelt auf, da es sehr nach Regen aussah. Danach machten wir es uns mit Double Cream Oreo-Keksen und Tee unter den ersten Sonnenstrahlen an unserem einsamen Strand gemuetlich. Es war super schoen und schliesslich machte Erk Christin einen wunderschoenen Heiratsantrag, sogar mit Ring, was Christin sehr erstaunte. 🙂 Nach einem deutlichen JA von Christin klaerte Erk sie ueber die Geschichte mit dem Ring auf und es stellte sich heraus, dass sie diesen zwei Tage zuvor fast gefunden haette. Er war naemlich in einer kleinen Klappe im Inneren des Autos versteckt und Christin war kurz davor gewesen, diese zu oeffnen, um zu schauen, was dahinter ist.

Aber alles ist gut gegangen und nun sind wir verlobt. 🙂 Noch von der Insel aus wurden unsere Familien ueber dieses tolle Ereignis informiert.

Im Anschluss nutzten wir den zum Glueck doch relativ sonnigen Tag fuer eine Wanderung zum Lamond Hill Lookout, der eine tolle Aussicht bot. Auf dem Weg liefen wir immer wieder in quer ueber den Pfad gesponnene Netzte der Christmas Spiders.

Wieder zurueck in unserem Camp kochten wir ein Fertigreisgericht und zogen uns dann die unglaublich schoenen Stingersuits an, um eine Runde baden zu gehen. Allerdings konnten wir die Zeit im Wasser nicht recht geniessen, da wir Angst vor Stingers (Chironex Box Jellyfish (giftigstes Meerestier der Welt) und Irukandji),  Salzwasserkrokodilen und Haien hatten. Das Sonnen am Strand erschien uns sicherer. Irgendwann kam noch ein junger Mann an unseren Strand, der wohl von der anderen Seite der Insel hergewandert war. Er schnorchelte ohne Stingersuit im Meer. Ganz schoen mutig!

Bei Niedrigwasser wanderten wir auf die ueber eine Sandbank zu erreichende Middle Molle Island. Der Ausblick von dort war wunderschoen! Erk fuetterte ausserdem eine fette Orb Weaver Spider mit einer zuvor von ihm gefangenen Raupe. Ekelhaft! Wir beschlossen den Tag mit dem Beobachten des Sonnenuntergangs. Romantisch! 😉

Die Nacht war sehr windig und leider regnete es in unser Zelt hinein. Zudem war es nicht wirklich bequem auf dem harten Waldboden und mit unseren duennen Leinenschlafsaecken waren wir nicht gut vor der naechtlichen Kaelte geschuetzt.

Dementsprechend froh waren wir, als der neachste Morgen anbrach und wir endlich aufstehen konnten. Mit dem ganzen Gepaeck wanderten wir im Nieselregen los zum Balancing Rock, einem echt riesigen Felsen der sehr schief steht. Danach ging es zum Mount Jeffreys Lookout. Unsere Rucksaecke konnten wir aber schon nach etwa 1,7 km an einer Weggabelung stehen lassen. Auf dem Rueckweg vom Lookout, der wiederum eine tolle Aussicht ueber die Whitsunday Islands bot, sammelten wir unser Gepaeck wieder ein und wanderten noch ca. 2,4 Kilometer zum Sandy Beach, unserem Tagesziel.

Am Sandy Beach campten noch ein kanadisches Paerchen und der junge Mann, den wir am vorherigen Tag beim Schnorcheln beobachtet hatten. Er hiess Basti, war deutsch und hatte am neachsten Tag seinen 20. Geburtstag. Als Christin ihm erzaehlte, dass es im Wasser Krokodile gaebe, war er sehr ueberrascht. Vor Stingers hatte er keine Angst.

Wir verbrachten den restlichen Nachmittag mit Zelt aufbauen (da es mega windig war, nicht so einfach), Kochen (im Zelt, da es regnete) und kleinen Spaziergaengen am Strand. Am Abend setzten wir uns mit dem Geburtstagskind an den Strand und Basti zeigte uns, wie einfach man aus Mehl, Wasser und ein paar Kraeutern leckeres Stockbrot machen kann. Als Feuerstelle diente unser Gaskocher. Ein entspannter letzter Abend.

Am naechsten Morgen zwischen 10 und 13 Uhr (was fuer eine Zeitangabe) sollte uns das Wassertaxi wieder zurueck zum Festland bringen. Um 12 Uhr kam es endlich, aber wir fuhren daraufhin noch etwa 1,5 Stunden zu anderen Inseln, um andere Camper abzusetzen und abzuholen. So sahen wir noch die beiden groessten Inseln der Gruppe: Whitsunday Island und Hook Island. Die Fahrt dorthin und wieder zurueck zum sicheren Hafen war ueberaus aufregend, da die Wellen sehr hoch waren und das Boot auf die Wellen fiel wie ein Brett auf Beton. Hier ein kleiner Eindruck:

Zurueck in Shute Habour freuten wir uns auf eine Dusche auf unserem Campingplatz. Anschliessend assen wir Pizza bei Domino’s und Erk ging endlich mal wieder zum Friseur. Abends fielen wir kaputt in das bequeme Bett unseren Bedmobiles.

Am naechsten Morgen wurden wir um 9:45 Uhr an einer Bushaltstelle in Airlie Beach abgeholt und zum Hafen gefahren, wo unser 900 PS starkes Tagestripp-Boot namens Big Fury lag. Mit 34 anderen Personen aller Altersklassen bestiegen wir dieses Speedboot und legten zu einem Ausflug in ein Schnorchelgebiet und zum beruehmten Whitehaven Beach der Whitsunday Island ab. Das Boot war sehr schnell und die Wellen kamen leider so, dass wir (aber vor allem Christin) sehr nass wurden.

Nach ca. einer Stunde Fahrt waren wir etwas durchgefroren und erreichten endlich das Schnorchelgebiet. Da schon zwei andere Boote dort waren, ragten ueberall bunte Schnorchel aus dem Wasser heraus. Lustiger Anblick! 🙂 Wir stiegen nochmals in schoene Stingersuits, suchten uns Schnorchelausruestung und Flossen und dann kam der Sprung ins Unbekannte. Es gab viele Korallen zu sehen und auch einige bunte Fische. So schoen wie auf Fidschi war das Schnorcheln aber nicht. Aufgrund der Kaelte, Christins nicht ganz dichter Taucherbrille und einem ploetzlichen heftigen Brennen an ihrem Hals, blieben wir nur etwa 15 Minuten im Wasser.

Auf der Fahrt zum Whitehaven Beach staerkten wir uns mit einer Banane. Dies brachte uns boese Blicke vom Skipper ein, der meinte, Bananen essen an Bord wuerde schlechtes Wetter bringen. Sekundengenau fing es an zu regnen… na toll! Auch als wir schon am wunderschoenen Strand angekommen waren regnete es noch, sogar noch heftiger… Hier Christins Reaktion darauf:

Wir bekamen am Strand ein ausserst leckeres, abwechslungsreiches Buffet aufgebaut, an dem wir uns die Baeuche vollschlugen. So gut hatten wir seit langem nicht mehr gegessen. Dabei hatten wir Besuch von grossen Eidechsen, die sich wohl erhofften, etwas abzubekommen. Der Sand am Whitehaven Beach war unglaublich hell und fuehlte sich an wie Kuchenteig. Auch das Wasser war superklar und wenn sich mal die Sonne zeigte, glitzerte es tuerkis. Einfach ein Traum!

Nach etwa zwei Stunden Aufenthalt ging es mit dem Boot wieder zurueck nach Airlie Beach. Zum Glueck blieben wir dieses Mal relativ trocken. Ziemlich kaputt holten wir unser Auto und holten das Geburtstagskind Basti ab, dem wir versprochen hatten, ihn in Mackay abzusetzen. Wir mussten naemlich ungluecklicherweise wieder 150 km zurueck nach Sueden fahren, da wir unsere Wanderschuhe im Platypus Bushcamp vergessen hatten, wo wir sie zum Trocknen unter das Auto gestellt hatten.

Fuer uns war es eine wunderschoene, ereignisreiche Zeit! 🙂

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12 Responses to Verlobung und vieles mehr auf den Whitsunday Islands (mit Bildergalerie)

  1. jan w. says:

    Nochmal Glückwunsch ihr beiden!! =)
    Die Fotos sind ja Mal wieder gut geworden! Vor allem in den seltsamen Schwimm-suits 😀
    Das Bild, wo Erk einen ganzen BAUM ins Wasser wirft, ist auch sehr geil!!^^

    • Erk says:

      Es sieht auch so aus, als wuerde der noch einige Kilometer weit fliegen, in Wirklichkeit ist er aber direkt danach ins Wasser gefallen… 😀

  2. Roland says:

    Seid ihr die Teletubbies?

  3. Corinna says:

    Hey ihr zwei:) Hier ein Antwortvorschlag für das Bildquiz: Also ich denke das Bild mit dem Abdruck ist Christins Schulter nachdem sie ihren schweren Rucksack getragen hat?!

    • Erk says:

      Das ist richtig! Das war wohl zu einfach… Wenn wir wieder da sind, bekommst Du einen Keks!

      • Roland says:

        Double Cream Oreo-Kekse??? Dann wollte ich das gleich sagen, wie Corinna!!!

        • Christin says:

          Tja, zu spät 😉 Aber im nächsten Paket senden wir mal unsere Lieblingssorte Tim Tam-Kekse mit, die sind der Hammer!

        • Erk says:

          Die sind so gut! Aber: die Tim-Tam-Kekse finde ich noch geiler. Davon gibt es auch 10 Sorten und die sind voll oft im Sonderangebot fuer 1,79 Dollar. Ist schon geil, wenn dann so eine Sonderangebotswand Kekse vor einem stehen. Die sind nur leider zu schwer, um alle nach Hause zu schicken… 🙁

          • Nadine says:

            Oh, Tim-Tam-Kekse sind so lecker. Hier kosten die 4,90 € plus Lieferkosten. Also schickt ruhig viele, vielleicht sind dann noch welche übrig, wenn ihr wieder da seid ;-D

  4. Martin + Dennis says:

    Herzlichen Glueckwunsch auch von Dennis und mir. Wir gratulieren recht herzlich und wuenschen euch weiterhin eine gute Reise. Wisst ihr eigentlich wann ihr in Asien ankommt? Wir haben die letzten Wochen herausgefunden, dass es hier schoener und guenstiger ist. Ausserdem sind die Leute netter. Fuer uns geht es am 06. Juni wieder nach Deutschland, dann ist unser Ausflug zu Ende. Ich wuerde mal sagen man sieht sich Ende des Jahres.
    Bis denne Dennis und Martin

    Ps: Wir kommen am 14. Juni nach Bremen um die dort ansaessige Bierbrauerei auf Herz und Nieren zu ueberpruefen und um anschliessend eine kleine Exkursion zur Kieler Woche zu unternehmen. Da ihr beide nicht dabei sein werdet werden wir den Ein oder Anderen auf euer Wohl trinken muessen 🙂

    • Erk says:

      Hi!

      Vielen Dank, Ihr Beiden! Dann mal einen guten Flug! Wir fliegen am 12. Juni nach Singapur und werden am 9. Juli auf Phuket sein. Mehr wissen wir auch noch nicht so richtig.

      Bremen und Kiel: Klingt nach einer coolen Tour! Viel Spass! 😀

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