Von Sydney nach Brisbane (mit Bildergalerie)

Nach unserem Wiedersehen mit Sydney fuhren wir weiter Richtung Norden und landeten am Shelly Beach. Das Wetter war leider nicht so gut, aber wir nutzten den schoenen Strand fuer einen Spaziergang.

Die Suche nach einem billigen Bodyboard fuehrte uns in die Krimskramslaeden von The Entrance. Diese Laeden nennen sich hier Discount variety stores und sind in jedem Doerfchen in meist mehrfacher Ausfuehrung vorhanden. Wir haben einen besonderen Gefallen daran gefunden, in jeden dieser Laeden hineinzugehen und nach Schnaeppchen Ausschau zu halten. Obwohl Erk ein Skimboard fuer nur 15 Dollar entdeckte, kauften wir an diesem Tag nichts, da Erk immer noch mit einem echten Surfbrett liebaeugelte. In einem Angelladen kauften wir aber ekelhaft aussehende Minikraken als Koeder zum Angeln.

Bei unserem naechsten Stopp in Swansea probierten wir den neuen Koeder aus. Es stellte sich heraus, dass er von den Fischen sehr gut angenommen wurde, jedoch leider nur von den kleinen, die ihn vom Haken knabberten. Die Nacht verbrachten wir am nahegelegenen Caves Beach, wo Erk am naechsten Tag ein guenstiges Surfbrett erstand. Ausserdem genossen wir einen schoenen Sonnentag am Strand.

Nach einer Nacht auf einem Parkplatz in Redhead erkundeten wir auch dort die Krimskramslaeden und Erk kaufte einen billigen Autokompass, der inzwischen so viel Fluessigkeit verloren hat, dass er sich kaum noch drehen kann. Nicht ganz so billig, aber trotzdem immer noch ein Schnaeppchen, war der Neoprenanzug, den Erk sich in einem Surfladen fuer 99 Dollar kaufte. Da der Anzug lange Aermel und Beine hat, steht auch neuen Kitesurf-Abenteuern in Cuxhaven nichts mehr im Wege. 🙂

Wir fuhren weiter nach Newcastle, wo Erk mit seinem Surfbrett den Bar Beach unsicher machte. Die Wellen waren allerdings sehr hoch und nicht gerade fuer Anfaenger geeignet, sodass er nach einer halben Stunde etwas deprimiert an den Strand zurueckgespuelt wurde. Wir verbrachten trotzdem einen sonnigen Tag am Strand und nachdem wir eine Pizzaschlacht veranstaltet hatten, suchten wir uns abends an einer Strasse einen Schlafplatz.

Der naechste Tag begann mit einem Besuch im Blackbutt Reserve, wo wir kostenlos viele einheimische Tiere und Menschen sehen konnten. Danach ging es zur Stockton Bight, der groessten, wandernden Sandduene auf der Suedhalbkugel. Es war etwas schwierig, mit dem Auto einen Zugang zu finden, aber schliesslich entdeckten wir einen Parkplatz, von dem aus wir auf die Duene laufen konnten. Die gewieften Australier mit ihren allradgetriebenen Utes (sprich: Jutihs, kurz fuer Utility vehicle) fuhren locker an uns vorbei. Auch Quads konnte man leihen, um auf den Duenen umherzuheizen. Fuer uns leider mal wieder zu teuer… 🙁

Am gleichen Tag ging es fuer uns in die Zwillingsstaedte Tuncurry/Forster, die an den beiden Ufern eines Flusses liegen. Wir uebernachteten dort an einem kleinen Strand und wurden am naechsten Morgen von einem Ranger (sozusagen Ordnungsamt) mit einer Verwarnung weggescheucht. Im stroemenden Regen verbrachten wir den Tag auf einem Parkplatz an einem anderen Strand. Erk ging zwischendurch angeln, wobei er von einem Delphin unterstuetzt wurde, der die Fische in seine Richtung trieb. Jedoch holte er wieder nur eine kleine Brasse und einen Wittling heraus, die er wieder freilassen musste. Unsere beschlagenen Scheiben machten ausserdem die Polizei auf uns aufmerksam, die ploetzlich zu dritt vor uns stand und uns fragte, ob wir Drogen konsumieren wuerden.

Weiter ging es nach Port Macquarie, wo wir uns endlich mal wieder bei einem Caravan Park einmieteten. Am naechsten Tag probierte Erk erneut sein Surfbrett aus und musste feststellen, dass es insgesamt nicht so optimal fuer ihn zugeschnitten war. Es war einfach zu kurz. Schnell wurden Fotos gemacht, um es auf einer Kleinanzeigen-Webseite zu verkaufen. Es wird ein grosser Gewinn erwartet… 😉

Nachdem der nasse Neoprenanzug in unserem ohnehin schon sehr nassen Van verstaut war, fuhren wir zum nahegelegenen Koala-Krankenhaus. Dort sahen wir viele kranke Koalas und hoerten traurige Geschichten ueber diese etwas dummen, aber sehr niedlichen Tiere. Um einen Beitrag zu diesem wichtigen Tierschutz zu leisten, kauften wir einen Koala-Schluesselanhaenger fuer 10 Dollar, der eigentlich nur 3,50 Dollar kostete. Er befindet sich nun an unserem Autoschluessel und heisst Koala.

In Nambucca Heads zeigte sich endlich wieder die Sonne und wir konnten unseren Van trocknen lassen und eine Wanderung am Strand unternehmen. Unser eigentliches Ziel an diesem Tag war Coffs Harbour, wo wir mal wieder ins Kino gingen (The Hunger Games – Die Tribute von Panem, sehr gut!). Nach einer Uebernachtung auf einem tollen Caravan Park mit Poollandschaft und Huepfkissen machten wir uns auf zur Muttonbird Island. Man kann diese ueber einen Damm erreichen. Wenn nicht gerade eine grosse Welle kommt, bleibt man sogar trocken.

Den Abend beschlossen wir mit einem Barbecue am Strand von Woolgoolga. Eigentlich gibt es an jedem Strand die Moeglichkeit, an fest installierten, kostenlosen Elektro-Grills zu grillen, was uns mega begeistert. Das waere eine Idee fuer Deutschland!

Nach einer Nacht auf einer Raststaette fuhren wir nach Wooli, wo wir einen sehr breiten, sehr einsamen Strand vorfanden. Dies inspirierte uns zu einer weiteren Partie Muscheln werfen, die Christin im Entscheidungsmatch ueberragend gewann.

Danach fuhren wir nach Lennox Head und nahmen ein Bad im Lake Ainsworth, einem See, der auf natuerliche Weise mit Teebaumoel versetzt ist. Das Wasser war dunkel und roetlich und fuehlte sich etwas oelig an, soll aber eine Wohltat fuer die Haut sein.

Im Anschluss an dieses erfrischende Erlebnis trafen wir uns mit unserem alten Reisekumpanen Dennis in Byron Bay, dem Ballermann der Ostkueste. Der Strand war voll und es liefen kaum bekleidete Flyer-Verteilerinnen herum. Wir waren etwas ueberfordert von dieser ploetzlichen Touristenflut. Obwohl die Stroemung sehr stark war, probierten Dennis und Erk sein neu erworbenes Bodyboard aus. Die Nacht verbrachten wir dann im ruhigen (und guenstigeren) Mullumbimby.

Am naechsten Tag liessen wir es eher gemuetlich angehen und fuhren frueh zur naechsten Raststaette. Auf dem Weg musste allerdings noch eine unseren beiden Lampen im Auto ausgetauscht werden. Es wird hier im Moment naemlich schon um 17 Uhr dunkel. Weiter ging es nach Tweed Heads, wo wir uns erst einmal um einen neuen Stromadapter kuemmern mussten, da unserer durchgeschmort war.

Hinter der Grenze zum Bundesstaat Queensland im angrenzenden Coolangatta machten wir es uns am wunderschoenen Strand gemuetlich. Auch Dennis trafen wir dort wieder. Mit seinen vielen am Strand gelegenen Hochhaeusern erinnerte uns dieser Ort sehr an Miami, Florida, nur etwas kleiner. Die Nacht verbrachten wir im Kirra Beach Holiday Park. Auch am naechsten Tag nutzten wir den Strand, das Meer und die Sonne voll aus. Vor allem das Bodyboarden machte uns beiden unglaublich viel Spass!

Den Abend beschlossen wir mit Dennis und ein paar Leuten aus seinem Hostel bei einem leckeren Barbecue am Strand, bevor wir uns zum Schlafen in eine Nebenstrasse zurueckzogen. Beim Grillen wurde Erks Handy leider nass, konnte von uns tags darauf aber mit Hilfe der Handtrockner bei McDonald’s wieder repariert werden. Nach dieser muehsamen Aktion checkten wir um 11 Uhr morgens wieder in unseren Holiday Park ein, um den ganzen Tag dort voll auszunutzen. Es gab wieder einen Pool, wir wuschen, spielten Magic, faulenzten und nutzten den Strom, um unseren Computer einmal laenger als 90 Minuten betreiben zu koennen.

Schliesslich genossen wir noch einen weiteren Tag am Strand, bevor wir uns auf die Suche nach einer Rest area am Highway machten. Dabei fuhren wir auch durch Surfers Paradise, was uns mit seinen vielen Hochhaeusern nicht so gefiel. Die ganze Gegend dort ist sehr touristisch und teuer. Auf dem Parkplatz einer Highway-Tankstelle fanden wir dann aber ein ruhiges Plaetzchen.

Nun war es nur noch ein kurzes Stueck bis Brisbane, die Hauptstadt von Queensland. Schnell fanden wir einen guenstigen Parkplatz und machten uns zu Fuss auf den Weg, um die Stadt zu erkunden. Brisbane liegt am gleichnamigen Fluss und hat viele Bruecken und einen guten Mix aus modernen und alten Gebaeuden. Zudem gibt es viele Gruenflaechen und sogar ein kostenloses, kuenstliches Strand-Freibad. Als wir uns abends auf den Weg zu einem etwas ausserhalb gelegenen Showground machen wollten, mussten wir feststellen, dass die Batterie leer war, da Erk(!) das Licht angelassen hatte. Zum Glueck konnte er den schweren Wagen ein wenig anschieben, sodass wir dann einen Huegel hinunterrollen konnten und dabei den Motor starten konnten. Puh! 🙂

Auf dem Showground bemerkten wir nach einer sehr regnerischen Nacht, dass Erks Handy-Bildschirm gesprungen war und sich das Handy dadurch nicht mehr bedienen liess. Dies war ein weiterer Grund, um Christin endlich mal ein neues Handy zu kaufen. Erks werden wir vermutlich in Asien reparieren lassen. Schnell fuhren wir zu einer Mall und entschieden uns fuer das guenstigste Android-Smartphone, das es gab: das Huawei Ideos X1 fuer nur 64 Euro! Damit sind wir auch immer noch sehr zufrieden, besonders weil Christin endlich die Facebook- und WhatsApp-App hat… 🙂

Da der Tag regnerisch blieb, besuchten wir zuerst das Planetarium und danach das Queensland Museum in Brisbane. Am Abend entfernte Erk noch fachmaennisch den SIM-Lock von Christins Handy, indem er ein neues Betriebssystem auf das Handy aufspielte.

Bis hier sind wir schon fast 4.000 km mit unserem Van gefahren und es liegen noch 1.500 km (Luftlinie) vor uns. Wir haben unzaehlige Straende gesehen und uns an den Anblick des subtropischen Regenwalds gewoehnt. Man merkt aber deutlich, dass es in Richtung Norden noch tropischer, also waermer und feuchter, wird. Zudem haben wir schon einige heftige Regenguesse bzw. -tage erlebt, die wir so in Australien gar nicht erwartet hatten. Jetzt freuen wir uns auf das Great Barrier Reef und die Whitsunday Islands!

Ganz liebe Gruesse!
Euer Erk und Eure Christin

PS: Wir schreiben jetzt auch wieder haeufiger und dafuer nicht so lang… 😉

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One Response to Von Sydney nach Brisbane (mit Bildergalerie)

  1. Lukas says:

    Ohja, Kitesurfen! Im November wird sich dann zeigen, ob der Neo was hermacht =). Praktisch: Die Umstellung für euch ist auch minimal, da die Bevölkerungsdichte in Cuxhaven ab Herbst wieder unter der Australiens liegt…
    Viel Spaß euch noch! 😎

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