Singapur

Hallo Leute! Schonmal vorweg: Singapur war echt geil! 😀

Nachdem wir von Cairns nach Brisbane geflogen waren, brachte uns eine 747 von Qantas nach Singapur. Der Flug war mega angenehm, denn es gab richtig leckeres Essen und Snacks zwischendurch, wir hatten wieder viel Spass mit How I Met Your Mother-Folgen aus dem bordeigenen Video-on-Demand-System und uns wurde mal wieder eine Notausgangsreihe zugewiesen, also Beinfreiheit pur! Wir haben dabei auch einige Zeitzonen ueberflogen und haben dadurch nur noch sechs Stunden Zeitunterschied (eigentlich sogar nur fuenf, aber Singapur moechte seiner geographischen Zeitzone irgendwie „voraus“ sein).

Nunja, vor der Zollkontrolle checkten wir noch kurz, ob irgendetwas in unser Gepaeck gesteckt wurde, denn Drogenschmuggel wird hier nicht gerade zimperlich behandelt (, sondern mit der Todesstrafe geahndet). Nach einer recht komplizierten Fahrt mit der U-Bahn, konnten wir dann nach einem sehr langen Tag im Empire Hostel einchecken. In der ersten Nacht hatten wir sogar ein komplettes, klimatisiertes Achterzimmer fuer uns allein. Vom Hostel waren wir positiv ueberrascht. Es war cool eingerichtet, sauber und das Fruehstueck war in den 8 Euro pro Person und Nacht schon enthalten. Ueber die Klimaanlage waren wir erstmal sehr froh, denn auch fuer uns, die aus Australien angereist waren, war es sehr heiss und vor allem feucht. Jedoch zog Christin sich in der ersten Nacht gleich eine kleine Erkaeltung zu, die auch jetzt, eine Woche spaeter, noch nicht auskuriert ist.

Am ersten Tag fuhren wir nach Ostsingapur bzw. den Stadtteil Joo Chiat, wo es viele taoistische, hinduistische und buddhistische Tempel zu sehen gab. Auch machten wir unsere ersten Erfahrungen in einem Hawker center. Das ist im Grunde wie ein Food Court in einer Mall, nur etwas chaotischer, sehr guenstig und es gibt nur asiatisches Essen. 🙂 Leckere Hauptspeisen schlagen hier mit 1,80 Euro bis 4,20 Euro zu Buche, die hygienischen Standards sind sehr hoch. Vom East Coast Park aus beobachteten wir die Unmengen von Frachtschiffen, die vor dem Hafen warteten. Sie bedeckten wirklich fast den kompletten Horizont.

Dann machten wir uns auf in den Stadtteil Little India, in dem der sechsstoeckige Sim Lim Square liegt. Dies ist sozusagen eine Einkaufspassage, in der ausschliesslich Elektronik-Einzelhaendler ihre topmoderne Ware feilbieten. Die Preise sind auch nicht die schlechtesten, obwohl man wohl nicht mehr so gute Schnaeppchen wie noch vor einigen Jahren machen kann. Erk versuchte zunaechst, das Display seines kaputten Handys des chinesischen Billig-Herstellers ZTE reparieren zu lassen, jedoch wurde er in den Reparatur-Laeden nur muede belaechelt. Die Singapurer haben eher nur iPhones oder andere teurere Geraete. Ca. 20 % der Verkaufsflaeche wurde dann auch von mehr oder weniger geschmackvollem iPhone-Zubehoer eingenommen. Mal ehrlich, wer kauft ein Backcover mit einem aus Swarovski-Steinen bestehenden Angry Bird in Tennisballgroesse?! In seiner Not entschloss Erk sich dazu, ein neues Handy zu kaufen. Die Wahl fiel auf ein Samsung Galaxy Y fuer 110 Euro, mit dem er bislang sehr zufrieden ist.

Tags darauf erkundeten wir Little India noch etwas intensiver. Dabei entdeckten wir auch das Mustafa Centre. Das ist ein riesiges Kaufhaus, in dem aber jede Abteilung von einem anderen Haendler betrieben wird. Die Auswahl eines Shampoos dauerte ca. 10 Minuten, da es viele Gaenge voll davon gab (Shampoo-Abteilung sozusagen). Auch kauften wir eine Auswahl an kleinen Schokoladen-Taefelchen, die sich als eher unlecker herausstellten. In vielen Strassen Little Indias sind im Erdgeschoss der Haeuser kleine Laedchen, die entweder Essen, Taschen und Koffer, Uhren, Gold oder „Antiquitaeten“ verkaufen. Schicke digitale Armbanduhren gibt es schon ab 2 Euro, Sonnenbrillen ab 1,20 Euro.

Auf dem Rueckweg zur U-Bahn gingen wir nach im Tekka Centre, einer Kombination aus Hawker center und Markt, essen. Auf dem Markt bekommt man in Sachen Obst und Gemuese eigentlich alles, was man so kennt, und nochmal so viel Anderes. Auch Fisch und Fleisch gibt es hier; besonders gefallen haben uns die Schafskoepfe und getrocknete und dann gehaeckselte Fische. Letztere riechen auch… einzigartig. 🙂

Das eigentlich Zentrum Singapurs besteht erwartungsgemaess aus vielen Hochhaeusern und wird durch den Singapur-Fluss und das Meer bzw. die Strasse von Singapur begrenzt. Zwischen die Hochhaeuser gesellen sich aber auch kleine Cafés, Laeden, Tempel und Moscheen. Auf einer kleinen Landzunge steht das Marina Bay Sands Hotel, von Erks Mama sehr treffend als „drei Hauser mit einem Surfbrett oben drauf“ beschrieben.

An den Central Business District grenzt Singapurs Chinatown. Im Grunde schon komisch fuer eine Stadt, deren Einwohner zu ueber 70 % aus Chinesen besteht. Das Highlight dort war auf jeden Fall der Buddha Tooth Relic Temple, der gleichzeitig ein Mahayana-Buddhismus-Museum darstellte. Der Tempel wurde erst 2005 gebaut, verfuegt ueber vier Stockwerke und einen Dachgarten und ist wirklich sehr eindrucksvoll. Hier erfuhren wir auch viel ueber diese aus unserer (atheistischen) Sicht ueberraschend vernuenftige Religion bzw. eher Philosophie und ueber das Leben ihres Begruenders Siddhartha Gautama. In einem kleinen Laden in Chinatown fanden wir auch endlich ein kleines, flexibles Stativ fuer unsere Kameras. Neben der Astronomie schlaegt Erks Herz neuerdings naemlich auch fuer die Fotografie und dabei ist ein Stativ nunmal Gold wert.

Einen weiteren Tag verbrachten wir auf der Vergnuegungspark- und Erholungs-Insel Sentosa Island. Der Eintritt betraegt nur 1,20 Euro, dafuer kosten alle Attraktionen dann aber extra. Wir entschieden uns fuer die Underwater World, ein grosses Aquarium. Gleich am Anfang durfte Christin Rochen fuettern. Das war gar nicht so einfach, denn die Fischstueckchen waren schwierig zwischen den Fingern festzuhalten und die Rochen koennen ganz gut saugen. Aber seht selbst… 🙂

Des Weiteren sahen wir auch witzige Sandaale, Aquarien, in die man an der Seite (unter Wasser) hineingreifen konnte, komische Quallen, viele bunte Fische und Krebse. Besonders gefallen hat uns der 87 Meter lange, begehbare Tunnel, ueber dem Haie, Rochen und Riesen-Fische herumschwammen. Als Abschluss gab es dann noch eine Delphin- und Seehund-Show. Auf Sentosa Island gibt es noch Unmengen anderer Attraktionen, wir besuchten aber nur noch eine kostenlose Vogel-Show, gingen essen und schauten uns den Rest von aussen an.

Dann kam der grosse Tag: Christins Geburtstag! Dies war auch leider der erste Geburtstag, den sie ohne ihre Eltern und Corinna verbringen musste. 🙁 Wir gingen morgens in ein Schwimmbad und assen danach im Dschungel-Restaurant Jungle Tandoor. Dieses war sehr kitschig mit Plastik-Flora und -Fauna und bunter LED-Beleuchtung eingerichtet, was uns sehr gut gefiel.

Abends sahen wir uns dann noch die luxurioese Mall unter dem „Surfbrett-Hotel“ an, in der es sogar eine Schlittschuhlaufflaeche gab, die allerdings nicht aus Eis bestand. Wir glauben, es war eine Art Wachs, sind uns aber nicht sicher. Mit Singapurs Skyline im Hintergrund genossen wir dann noch eine Licht- und Sound-Show, bei der Videos auf eine Wasserwand projiziert wurden. Dazu waren noch jede Menge Laser, Nebelmaschinen und Seifenblasenmaschinen (!?!) im Einsatz. Ein sehr schoener Abschluss von Christins Geburtstag und unserer Zeit in Singapur.

Fuer den naechsten Morgen hatten wir einen Bus nach Malakka an Malaysias Westkueste gebucht, doch das ist eine andere Geschichte…

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6 Responses to Singapur

  1. Svenja says:

    oh guck mal was der für Zähne hat..Jaaa
    Hehe ihr seid ja verrückt!
    Singapur hört sich wirklich super man…da will ich auch hin!
    Knutschi

  2. Roland says:

    Yeah, ein neuer Hobby-Fotograf! Freue mich drauf, mit Dir Foto-Experimente zu machen! Habe einige tolle Vorhaben geplant, wenn mal Zeit dafür ist – und du Lust dazu hast.

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