Nadi Bay und Mango Bay, Fiji (mit Bildergalerie)

Nach unserer wunderschoenen Woche auf Mana Island machten wir uns wieder auf den Weg zur Hauptinsel Viti Levu. Der Mana Flyer brachte uns dieses Mal durch eine etwas rauhere See zur Nadi Bay in der Naehe des Flughafens. Dort hatten wir ein guenstiges Hotel gefunden, um einen Organisiertag einzulegen: das Wailoaloa Beach Resort, das allerdings nicht am Beach ist. Ansonsten war es aber sehr gut, wir hatten wieder unser eigenes Zimmer und alles war gut in Schuss. Erk musste allerdings zweimal gegen Kakerlaken kaempfen, die so gross waren, dass Christin sie nicht mit ihren Flip Flops erschlagen wollte. Auch hatten wir das erste Mal auf unserer Reise einen richtigen Pool, den wir dann auch fleissig in Anspruch nahmen. Waehrend unseres Aufenthaltes regnete es fast die ganze Zeit und einmal sogar so heftig, dass wir nach 30 Sekunden bis auf die Unterwasche komplett durchnaesst waren. Dies animierte Christin zu einem lustigen Foto.

Auf dem Weg nach Nadi Town wurden wir dann leider Zeugen eines Unfalls. Ein weisser Hund war irgendwie verwirrt und trottete immer einem Mann hinterher. Als der dann die Strasse ueberquerte, wollte der Hund hinterher. Die erste Spur schaffte er auch ganz gut, aber dann guckte er leider in die falsche Richtung und wurde vom Hinterrad eines Gelaendewagens erwischt. Es sah ganz schoen schrecklich aus, wie der Hund herumgewirbelt wurde. Nach einer Minute kam der Hund wieder zu sich und ein Fijianer trug ihn an den Strassenrand. Wir wissen es nicht genau, aber wir vermuten, dass der Hund nicht mehr lebt. 🙁

Als wir in Nadi Town dann den reservierten Mietwagen abholen wollten, war der leider nicht da. Das war aber nicht so schlimm, denn wir hatten sowieso noch keinen genauen Plan, wo wir ueberhaupt hinfahren wollten. Daher ging Erk erstmal zum Friseur. Nach dem Chinesen in den USA nun ein Inder in Fiji. Fuer umgerechnet 2 Euro gab es dann einen super Haarschnitt. Nadi ist so die erste Stadt, in der selbstorganisierte Reisende ueblicherweise ankommen und man wird an allen Ecken belabert, was man alles machen kann. Ansonsten gibt es dort viele kleine Laeden und einen riesigen Hindu-Tempel, zu dem wir auf Grund Christins anzueglicher Kleidung 😉 aber nicht hingehen konnten. Die kleinen local buses auf den Fijis sind an den Seiten offen (statt Fenstern) und es laueft immer laut Musik, was die Fahrt sehr lustig und kurzweilig macht.

Im Internet fanden wir dann unser naechstes Ziel: das Mango Bay Beach Resort an der Coral Coast, der Suedkueste von Viti Levu. Eigentlich hatten wir ein Doppelzimmer mit Gemeinschaftsbad gebucht. Durch ein Upgrade erhielte wir dann aber unsere eigene Safari-4er-Huette, umgeben von Regenwald. Zu dem Resort gehoerte auch ein Pool und ein Restaurant. Ausserdem wurden viele Aktivitaeten angeboten wie Beachvolleyball, Pineapple Smashing, Coconut Jewelry Making, Frog Race, Crab Race, Billiard- und Tischtennisturniere (jeden Tag einige dieser Sachen), obwohl eigentlich gar nicht so viele Gaeste da waren. Daher spielten beim Volleyball auch einige Fijianer aus dem angrenzenden Dorf mit. Hier erlebten wir dann auch endlich unsere erste Kava-Zeremonie. Damit heissen Fijianer Besucher willkommen. Man sitzt gemeinsam auf dem Boden um eine hoelzerne Schuessel und trinkt eine etwas komisch schmeckende Fluessigkeit, die aus der Wurzel der Kava-Pflanze gewonnen wird und etwas schlaefrig macht, aber dazu spaeter mehr.

Wir lagen viel am Strand, schnorchelten, fuhren Kayak, machten die Aktivitaeten mit, spielten Magic, assen, tranken Fiji Bitter und genossen die unglaublich schoenen Sonnenuntergaenge. An zwei Tagen machten wir allerdings auch etwas besonders cooles, von dem wir Euch berichten wollen.

Einen Tag hatten wir eine Abenteuer-Tour gebucht. Ausgehend von der Muendung des Navua-Flusses im Ort Navua fuhren wir mit einem Gelaendewagen in die Namosi Highlands. Das Coole war, dass wir die einzigen waren, die die Tour gebucht hatten, sodass wir mit unserem Guide Bill ganz allein waren. Aus den Highlands wanderten wir mit ihm durch den Regenwald zu seinem Dorf am Fluss. Der Pfad war noch ganz nass und matschig von den vielen Regenfaellen der vergangenen Wochen und wir sauten uns ganz schoen ein. Bill konnte unglaublich schnell durch den Regenwald laufen und wir hatten Muehe, hinterherzukommen. Die Ausblicke von dort oben waren atemberaubend. Gott sei Dank gibt es auf den Fijis keine giftigen oder sonst irgendwie gefaehrlichen Tiere und Kannibalismus ist seit vielen Jahrzenten kein Thema mehr (ausser fuer Scherze seitens Bill). Die einzigen wilden Saeugetiere dort sind Schweine und katzenartige Dinger, deren Namen ich vergessen habe. Bill erzaehlte uns auch viel ueber die verschiedenen Pflanzen: Bananen, Kasava (von denen man die Wurzeln isst, schmecken aehnlich wie Kartoffeln), Kavika (aehnlich unseren Birnen), Popos (Papayas), Kochbananen (von denen ich auch den fijianischen Namen vergessen habe, suesser als die auf Aruba) und natuerlich Kava.

Die Wanderung endete in Bills Heimatdorf (ich sollte mir Namen besser aufschreiben) direkt am Flussufer. Dort machten wir ein kleines Picknick und stiegen in das bereitliegende Schlauchboot ein.

Zusammen mit Bill rafteten den Navua hinunter, der zwischenzeitlich auch einige Stromschnellen zu bieten hatte. An einer Stelle hielten wir an und liefen ein wenig einen Nebenfluss entlang, bis wir zu einem superschoenen Wasserfall kamen, in dessen Pool wir baden konnten. Erk sprang sogar von ziemlich weit oben in den Pool hinein. Den Rest des Flusses legten wir mit einem motorisierten Longboat zurueck, das auch ziemlich abging und vor allem auch recht nah an den Felsen entlanggesteuert wurde. Mit Bill verstanden wir uns so gut, dass er uns zu sich nach Hause einlud, um das echte fijianische Village-Leben kennenzulernen. Wir fanden die Idee super und sagten, wir wuerden ihn ueber das Wochenende besuchen kommen. Das sollte eines unserer groessten Abenteuer werden, wie wir Euch spaeter berichten werden.

An einem anderen Tag haben wir einen Reitausflug zu einem weiteren Wasserfall gemacht. Christin war vom Zustand der Pferde nicht ganz so angetan, besonders weil ein Steigbuegel ein zusammengeknoteter Gartenschlauch war. Sie trugen uns aber relativ sicher ueber rutschige Felsen und durch 30 cm tiefen Schlamm. Man musste allerdings aufpassen, dass die Pferde nicht zu nah an Baeumen entlangliefen, damit man sich nicht die Beine daran stiess. Die Pferde gehoerten Abu aus dem Nachbardorf … und hiessen White und … (das Gedaechtnis :-(). Zum Wasserfall mussten wir dann noch ein Stueck laufen und durch fuer Christin brusthohes Wasser waten. Der Wasserfall war nicht wirklich ein „Fall“, sondern eher eine sehr steile, glattgewaschene Ebene. Man konnte auch etwas hochklettern, um dann hinunter in den Pool zu springen. Es war superschoen und nachdem Ben, unser Fuehrer, einen Sprung vormachte, traute Erk sich auch.

Um ein Gastgeschenk fuer Bill und seine Familie zu kaufen fuhren wir ausserdem nach Sigatoka, wo wir auch einen Nationalpark mit riesigen Sandduenen besuchten. Dort hatten wir auch einen riesigen Strand mit vielen angeschwemmten Baumstaemmen und Bambusrohren fuer uns allein. Nach einer etwas laengeren Suche fanden wir dann auch wieder den Weg zurueck durch einen Mahagoni-Wald. In dem Park waren kaum Besucher unterwegs. Das war fuer uns natuerlich sehr schoen, aber eigentlich schade fuer die extrem netten und hilfreichen Ranger.

An dieser Stelle auch nochmal ein Dankeschoen an die Bremerhavener fuer den Silvesterbanner. Hier unser Gruss zurueck.

Unsere Zeit in Mango Bay war kulinarisch ein Highlight, sehr entspannt und trotzdem abenteuerreich.

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3 Responses to Nadi Bay und Mango Bay, Fiji (mit Bildergalerie)

  1. Yvonne says:

    Hey, wieder Schoenes von euch zu lesen und zu sehen. Tolle Bilder, man will sofort Urlaub haben/ machen 😉 Hmmm, wie spielt man den Magic? Uiii und ich meine mich zu erinnern, dass man Kakerlaken auf KEINEN FALL mit Schuhen erschlagen solle, weil man dann die Kakerlakeneier weiterverteilen koennte. Ob das stimmt, weiss ich nicht, aber ich find das ist eine wunderbare Ausrede nicht mit meinen Schuhen/ Flipflops zuschlagen zu muessen.

    Euch beiden wuensche ich weiterhin viele tolle Erlebnisse … und bitte noch ausfuehrlicher von dem Kava-Erlebnis und dem Familienbesuch bei Bill berichten, danke!

  2. Annika says:

    Oh man, bin ich gespannt auf die Geschichte vom Besuch bei Bill.

  3. Svenja says:

    Ach was…ihr habt doch geschummelt und Postkarten abfotografiert!!! 😉 Dafür gucken wir Dschungelcamp! 🙂

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