Melaka, Malakka, Malacca, Malaysia (mit Bildergalerie)

Hi Leute!

In einem klimatisierten „VIP“-Bus machten wir uns von Singapur aus auf die Reise nach Malaysia. Waehrend der Fahrt mussten wir zweimal aussteigen, um durch die singapurianensische (? :-D) und die malaysische Pass- und Zollkontrolle zu gehen. Dies ging aber voellig problemlos. Nach ca. 4 Stunden Fahrt kamen wir am Busbahnhof Melaka Sentral an. Achso, Melaka ist uebrigens malaysisch, Malakka heisst die Stadt auf deutsch und Malacca auf englisch. Klingt ja aber alles sehr aehnlich.

Mit der Sprache ist das in Malaysia aber sowieso ziemlich witzig. Es steckt naemlich sehr viel englisch drin, es wird aber sozusagen die deutsche Aussprache verwendet. Eigentlich muss man das Wort nur auf deutsch lesen und ueberlegen, welches englische Wort es sein koennte… Hier mal ein paar Beispiele:

  • Teksi (malays.) -> Taxi (engl.) -> Taxi (dt.)
  • Bas -> Bus -> Bus
  • Farmasi -> Pharmacy -> Apotheke
  • Kaunter -> Counter -> Tresen

Am Busbahnhof trafen wir auf Nate aus unserem Hostel in Singapur und teilten uns mit ihm ein Teksi nach Chinatown, wo unser Hostel war. Wir wurden sehr freundlich von unserem Host Stanley aus dem Tidur Tidur Guesthouse and Hostel empfangen. Er betreibt hier auch ein kleines Design-Studio fuer T-Shirts mit Melaka-Motiven und hat uns super viel ueber die Gegend und die Geschichte Melakas und eigentlich ganz Suedostasiens verraten. Fuer unser Doppelzimmer mit Hochbett bezahlten wir ca. 8 Euro pro Nacht. Echt zu empfehlen!

Melaka ist eine ziemlich geschichtstraechtige Stadt und sogar UNESCO-Weltkulturerbe. Schifffahrts- und handelstechnisch war es wohl so etwas wie das Singapur des 15. und 16. Jahrhunderts, also zu einer Zeit, als das echte Singapur noch ein kleines Fischerdorf war. Nach dem Ende des Sultanats 1511 war es sowohl portugiesische, hollaendische als auch britische Kolonie. Daher gab es auch sehr viele verschiedene Gebaeude zu sehen. Besonders cool fanden wir auch den Nachbau des hoelzernen Sultanspalastes, der als Museum genutzt wird.

An der Rueckseite unseres Hostel verlief der Melaka-Fluss, auf dem wir auch eine kleine Bootstour unternahmen. Viele der schmalen Haeuser waren sehr huebsch bunt bemalt und wir konnten sogar einige Eidechsen am Flussufer entdecken. Lustig auch: es wurde mal eine Einschienenbahn entlang des Flusses gebaut, die aber wohl irgendwie nicht funktioniert. Jetzt steht sie da halt…

Wer keine Lust zum Laufen hat, kann sich mit einer Fahrrad-Rikscha durch die Gegend kutschieren lassen. Ihre Besitzer legen auch sehr viel Wert auf Kitsch und schmuecken ihre Gefaehrte mit Kunstblumen und Lichterketten und haben meist auch leistungsstarke Sound-Systeme an Bord, aus denen mal die Backstreet Boys und mal indische Popsongs erklingen.

Eine malakkische Spezialitaet soll Durian cendor sein, das wir natuerlich gleich ausprobierten. Darin enthalten ist das Fruchtfleisch der Stinkfrucht (Durian), gruene Gelee-Wuermer, weisse lycheeartige Gummikugeln, rote, bohnenfoermige Geleestueckchen mit koernigem Abgang und fein gecrushtes Eis. Christin gab nach zwei Bissen auf, weil sie die Konsistenz, den Geschmack und den Geruch der treffend benannten Stinkfrucht nicht mehr ertragen konnte. Erk blieb stark, ass seinen Becher ganz leer und versuchte sich sogar noch an Christins Rest, woran aber auch er scheiterte. Hier ein kleines Video…

In einer Mall entdeckten wir eine klassische Arcade-Halle, also eine Halle mit ganz vielen Computerspiel-Automaten und Karaoke-Boxen. Eine der letzteren stuermten wir sofort und verschandelten gekonnt As Long As You Love Me von den Backstreet Boys und Jennifer Lopez‘ Let’s Get Loud. Erk gewann anschliessend im Luftdruck-Fussball und Christin bei ACE Driver (Anfaengerglueck!).

Das Essengehen ist wohl bis zum Ende unserer Reise so guenstig, dass wir nicht mehr selbst kochen muessen. Rekord war bisher eine fuer zwei Personen ausreichende Portion Fried rice und Laksa-Nudeln fuer insgesamt 2 Euro. Auch frisch gepresste Saefte sind guenstig zu haben, was wir sehr oft ausnutzen. Unser Favorit zur Zeit ist Ananassaft fuer 1 Euro.

Einen ganzen Tag in Melaka verwendeten wir auch, um zu planen, wie es weitergeht. Demnach stehen uns noch Sightseeing in Kuala Lumpur, eine Tempel-Hoehle, eine Fahrt im Dschungel-Zug, ein Ausflug in die Teeanbaugebiete in den Bergen (vorzugsweise mit einem Motorrad), eine Trauminsel, und, und, und, bevor. Wir sind schon gespannt und freuen uns wie Sau! 😀

This entry was posted in Uncategorized. Bookmark the permalink.

2 Responses to Melaka, Malakka, Malacca, Malaysia (mit Bildergalerie)

  1. Christoph says:

    Boar sieht das ekelhaftich aus.

    @Christin: Man sieht dir richtig an, dass dir das gar nicht schmeckt, hihihi 🙂

    Grüße,
    Christoph

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.