Hong Kong, China (mit Bildergalerie)

Hallo Ihr Lieben!

Nun könnt ihr endlich über unsere Zeit in der tollen Stadt Hongkong lesen.  🙂

Von Hanoi aus flogen wir knapp drei Stunden nach Hongkong. Dort angekommen hatten wir eigentlich einen ziemlichen Hunger, aber die hohen Preise bei Burger King schockierten uns so, dass wir uns mit einer Tüte Brezeln aus dem 7 Eleven begnügten.  Als wir schließlich aus dem Flughafen kamen, war es schon fast Mitternacht. Ohne Probleme fanden wir heraus, welchen Bus wir zu unserem Hostel in Kowloon nehmen mußten. Es war das erste mal seit Singapur, dass wir einen richtigen Busplan sahen, der sogar auf Englisch übersetzt war. Außerdem gab es klar zu erkennende Haltestellen. Als wir mit unserem Doppeldeckerbus (es gibt gar keine anderen Busse) in den Stadtteil Kowloon hereinfuhren, beeindruckten uns die vielen, riesigen, bunten Werbeschilder, die grell leuchteten. Wir fanden dann auch relativ schnell unser Hostel mit dem Namen Micro Hotel. Es war in der fünften Etage des Alhambra Buildings, einem sehr goßen Gebäude mit vielen Geschäften im Erdgeschoss. Eigentlich sind fast alle Hostels in Hongkong in solchen Gebäuden untergebracht. Es handelt sich dabei um normale Wohnungen, die zu kleinen Hostels umgebaut werden.

Das Micro Hotel war super stylisch (hauptsächlich IKEA-Möbel) eingerichtet und hatte seinen Namen in jedem Fall verdient. Wir landeten in einem etwa vier Quadratmeter großen Raum mit Doppelbett und eigenem Bad. Ich betone hiermit, dass das Bad in der o.a. Quadratmeterzahl bereits eingerechnet ist. Aber seht selbst: 🙂

Im Laufe unseres Aufenthaltes in Hongkong wechselten wir noch einmal in ein größeres Dreierzimmer des Micro Hotels (kostenloses Upgrade). Anschließend verbrachten wir außerdem zwei Nächte in einem anderen Hostel in dem gleichen Gebäude, da in einem Zimmer des Micro Hotels irgendetwas kaputt war und wir somit umquartiert wurden. Und ganz zum Schluss mussten wir uns nochmal ein ganz anderes Hostel suchen, da es keinen Platz mehr für uns gab. Wir haben also sehr viele Hostels gesehen und können sagen, dass die Standards in Hongkong was das Platzangebot angeht eher niedrig sind. Dafür waren aber alle Hostels mega sauber. Was den Preis angeht, waren wir zu einer ganz schlechten Zeit in Hongkong, da verschiedene Feiertage anstanden (Nationalfeiertag, Mondfest, Laternenfest). Wir bezahlten durchschnittlich 35 Euro für ein Zimmer, konnten aber froh sein, dass wir überhaupt Unterkünfte fanden, da wir nur für die ersten zwei Nächte vorgebucht hatten.

Hongkong ist eine unglaublich bunte und saubere Stadt und durch die schnellen, pünktlichen und sehr regelmäßig fahrenden Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen, ist es sehr stressfrei, sich innerhalb der Stadt und auch etwas außerhalb fortzubewegen. Zunächst erkundeten wir Kowloon. Dabei merkten wir, dass McDonald’s die am häufigsten zu findende Fastfoodkette in der Stadt ist. Ungelogen befindet sich teilweise alle fünfzig Meter eine McDonald’s-Filialie. Uns freute das sehr, denn Erk wurde ersteinmal auf BigMac-Diät gesetzt, da er im Laufe unserer Reise so dünn geworden war. Ansonsten aßen wir viel bei einer chinesischen Fastfoodkette namens Café de Coral und leckere Fertignudelsuppen.

Besonders schön fanden wir den Kowloon Park, eine grüne Oase inmitten vieler Hochhäuser. Es gab dort allerdings nicht nur Grünflächen, sondern auch ein richtig tolles Freibad, einen Teich mit Flamingos und Schildkröten sowie eine große Vogelvoliere. Das Freibad probierten wir natürlich auch gleich aus und waren etwas überrsacht, wie schlecht die meisten Besucher dort schwimmen konnten. Einige kamen mit riesiger Anstrengung nur sehr langsam vom Fleck, andere hatten damit zu kämpfen, mit ihrer abenteuerlichen Technik überhaupt über Wasser zu bleiben. Auch sahen wir einigen Bewegungslegasthenikern beim Schwimmunterricht zu, was sehr amüsant war.

Die Skyline von Hongkong, die man wunderbar von der Kowloonseite aus bewundern konnte, war auch sehr beeindruckend . Vor allem am Abend, wenn pünktlich um 20 Uhr die tägliche Lichtershow startete, war es eine tolle Atmosphäre am Star-Ferry-Terminal. Natürlich waren außer den vielen Einheimischen auch Unmengen an Touristen unterwegs und viele fleißige Fotografen boten ihren Dienst an. Hier ein Video von der Lichtershow:

Ein Highlight war dann auch das Feuerwerk zum Nationalfeiertag Chinas, das direkt vor der Skyline gezündet wurde und ganze 23 Minuten dauerte. Ein unglaublich schönes Erlebnis, auch wenn wir ziemlich weit weg vom Wasser standen und keinen direkten Blick auf die Skyline hatten. Dafür hätten wir wahrscheinlich drei Stunden vorher da sein müssen. Hier das spektakuläre Finale des Feuerwerks:

Ein weiteres Fest, welches wir erleben konnten, war das Mid-Autumn-Festival (Mondfest), welches zufälligerweise mit dem Lantern-Festival auf einen Tag fiel. Die Straßen waren fast überall mega voll und in vielen Parks waren kleine und auch große Laternen aufgebaut. Auch viele Kinder liefen mit Laternen herum. Wir besuchten gegen Abend zunächst den Stadtteil Tin Hau, in dem der berühmte Fire Dragon Dance aufgeführt werden sollte. Unsere Erwartungen waren hoch, da der Drache sehr lang sein sollte und ein ganzer Bezirk dafür abgesperrt wurde. Leider warteten wir über zwei Stunden in einer kleinen Straße und um uns herum wurde es immer enger, da so viele Menschen herbeiströmten. Los ging es trotzdem nicht wirklich. Nur eine kleien Trommelgruppe ging immer wieder den gleichen Rhythmus spielend durch die Straßen. Als wir dann endlich den Drachen sahen, waren wir etwas enttäuscht, denn er war ganz dünn und nicht bunt, sondern mit hunderten, brennenden Räucherstäbchen bestückt. Dann kam auch noch irgendeine Durchsage (auf chinesisch) und der Drache verschwand wieder. Naja, wir gingen dann lieber weiter zu einerm benachbarten Veranstaltungsort. Dort fanden wir tausende Menschen und viele, wunderschöne Laternen vor. Uns war es aber zu voll, sodass wir nicht lange blieben. Trotzdem müssen wir die Disziplin der Menschen absolut loben! Alles lief ohne Gedrängel oder Aggressionen, sondern sehr ruhig und besonnen ab.

Natürlich nutzten wir unsere Zeit in Hongkong auch, um nach Technikschnäppchen Ausschau zu halten. Wir besuchten dafür die Sham Shui Po Elektronik-Märkte und verschiedene Computerzentren. Die Preise waren aber nicht so gut wie wir vorher angenommen hatten. Für Christin waren besonders der Ladies Market und der Temple Street Night Market interessant. Außer einem Halstuch kaufte sie aber nichts. Es ist aber auch gar nicht nötig etwas zu kaufen, denn die Verkäufer sind sehr zurückhaltend und man kann auch einfach nur entspannt durch die verschiedenen Stände schländern. Vor allem abends ist es nicht zuletzt wegen der vielen, bunten Neonlichter einfach ein tolles Erlebnis! Hier ein Video von einer ganz normalen Shoppingstraße in Kowloon (allerdings bei Tag aufgenommen):

Einen Tag fuhren wir mit der Star-Ferry nach Central, also auf die eigentliche Hongkong-Insel. Die Fähre ist sehr schön im alten Stil gehalten. Kurz hinter dem Finanzzentrum mit seinen Unmengen an Hochhäusern fuhren wir mit der sogenannten Peak Tram (eine von Seilen gezogene Bahn) auf den höchsten Punkt Hongkongs. Dort machten wir eine Wanderung und hatten wunderschöne Ausblicke auf das Zentrum, aber auch auf die vielen Naturschutzgebiete. Das ist eigentlich das tollste an Hongkong: Trotz der hohen Gebäude und der vielen Menschen ist es leicht möglich, Orte der Ruhe zu finden und in die Natur zu gehen. In der Stadt gibt es unzählige Parkanlagen und etwas außerhalb sind sogar mehrtägige Wanderungen möglich. Hier ein Video von der Seilbahn, die echt ziemlich steil den Berg hochgezogen wurde:

Weitere Sehenswürdigkeiten sind zum Beispiel die längste Outdoor-Rolltreppe der Welt, die die höher gelegenen Stadtteile zu Fuß besser erreichbar macht. Allerdings ist die Rolltreppe nicht zusammenhängend, denn sonst könnte man zwischendurch ja nicht ein- oder aussteigen. 🙂 Wir fuhren einmal ganz nach oben und nahmen dann einen Bus, um wieder herunter zu kommen. Außerdem gibt es einen Walk of Fame, der in Kowloon direkt am Wasser  entlangführt. Allerdings kannten wir nur sehr wenige der dort verewigten Künstler (Jackie Chan, Bruce Lee, …). Trodzdem bekommt man einen Eindruck, wie groß die Filmindustrie in China ist.

Für Erk war der Besuch im Space Museum ein sehr schönes Erlebnis. Wir sahen einen Film über die japanische Asteroiden-Sonde Hayabusa, deren Mission vor einigen Jahren geglückt ist. Natürlich war die Leinwand keine normale sondern eine riesige Kuppel. Im Museum konnte man viel ausprobieren und Erk flog sogar einen Gleiter in einem Simulator. Die Idee, in das in einer Seitenstraße versteckte, winzige Hobby and Toy Museum zu gehen, kam natürlich auch von Erk. Schließlich war es aber auch schön für Christin, denn sie erkannte fast mehr alte Spielzeuge wieder als Erk. Der freute sich über die vollständige Batmobil– sowie Turtles-Kollektion und Christin über das Wiedersehen mit Barbapapa und seinen Gefährten.

Kurz vor unserer Abreise besuchten wir noch die Pferderennbahn Sha Tin. Pferderennen sind in Hongkong echt ein Nationalsport, also jedenfalls das Zusehen und Wetten. Christin erwies sich dabei als echte Wettkönigin und gewann fast in jedem Rennen. Aus ihren eingesetzten 50 Hongkong-Dollar zauberte sie schnell 195. Erk verlor leider alles. Bei einem Rennen war es sogar richtig spannend und nur das Zielfoto offenbarte, dass unser Pferd ca. 3 cm vor dem nächsten ins Ziel kam. Es machte auf jeden Fall richtigen Spaß und wir als Touristen kamen nach Vorlage unseres Passes sogar umsonst rein. Damit ihr einen Eindruck bekommt, hier ein Video:

Insgesamt würden wir sagen, dass Hongkong zusammen mit Sydney die schönste Stadt unserer Reise war. Wir hatten eine super Zeit, haben uns pudelwohl gefühlt und sind uns einig, dass dies wohl nicht unser letzter Besuch in Hongkong war. 🙂

 

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3 Responses to Hong Kong, China (mit Bildergalerie)

  1. Jan W says:

    Ach quatsch, das kleinste Hotelzimmer der Welt :D:D

  2. Roland says:

    Irre, irre, irre. Bester Beitrag. Das Beste kommt offenbar tatsächlich zum Schluss.

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