Ausflug in die Central Highlands (mit Bildergalerie)

Hallo Ihr Lieben!

Wir haben einen spannenden Bericht fuer Euch, denn wir sind auf Schatzsuche gewesen.

Schon nach dem Rodeo in Rockhampton machten wir uns auf den Weg ins Hinterland. Unser Ziel war zunaechst Emerald, etwa 250 km im Landesinneren. Dort kamen wir dann auch am naechsten Tag gegen Mittag an. Wir besuchten die Touristeninfo, um uns ueber die nahegelegenen Doerfer Sapphire und Rubyvale zu informieren, zwischen denen das groesste Saphir-Feld der Welt liegt. Die Info-Frau war super kompetent und erzeahlte uns, wo wir eine Minen-Tour machen und Equipment fuer das Saphir-Suchen auf eigene Faust (australisch: fossicking) leihen konnten.

Da wir nach der langen Fahrt kaputt waren, quartierten wir uns fuer die anstehende Nacht kostenlos im Botanischen Garten von Emerald ein. Natuerlich machten wir auch eine kleine Wanderung, wobei wir Verstecken in einem Labyrinth spielten und auf einer Tretbahn fuhren. Insgesamt haute uns der Botanische Garten nicht um, da ueber die Haelfte der Pflanzen voellig vertrocknet war.

Am naechsten Morgen fuhren wir nach Rubyvale zur Miner’s Heritage Mine. Der Eintrittspreis von 20 Dollar pro Person haute uns zwar ziemlich um, wir machten die Minentour aber trotzdem und hatten sogar eine Privatfuehrung, da keinen anderen Besucher da waren. Diese war dann auch sehr informativ. Wir lernten, in welchen Erdschichten man Saphire findet und wie man sie von normalen Steinen unterscheiden kann. Besonders Erk fragte immer wieder, wie die Chancen standen, den grossen Fund zu machen. Die Frau noetigte uns dann noch zu einigen gestellten Fotos, unter anderem mit Eric, und wir sahen Mini-Fledermaeuse. Eigentlich wollten wir auch noch einen Sack voll von der saphirhaltigen Erdschicht der Mine kaufen, um draussen auf dem Hof das Waschen und „Finden“ zu ueben. Allerdings war uns 20 Dollar pro Sack viel zu teuer.

Daraufhin fuhren wir zum Little House of Gems, wo wir das Equipment fuer unsere Saphir-Suche am naechsten Tag ausliehen. Der nette Besitzer erklaerte uns die Handhabung der Geraete und gab uns Tipps, in welchem Gebiet wir am besten suchen sollten. Den Rest des Tages verbrachten wir auf einer Rest area in Sapphire, wo wir mal wieder Magic spielten.

Am naechsten Morgen standen wir frueh auf, um viel Zeit fuer die Saphir-Suche zu haben. Ueber Schotterpisten und mit fuer unseren Van grenzwertigen Offroad-Strecken fanden wir schliesslich eine gute Stelle fuer unseren ersten Fossicking-Versuch. Erk demonstriert hier einmal fuer Euch, was wir den ganzen Tag so gemacht haben:

Wir versuchten unser Glueck an drei verschiedenen Stellen und sahen nach getaner Arbeit aus wie die Schweine. Insgesamt hatten wir etwa zwoelf schwarze Steine, die unserer Meinung nach Saphire sein konnten, herausgepickt. Der nette Mann vom Little House of Gems sagte uns im Nachhinein allerdings, dass wir nur schwarze Ironstones gefunden haetten. Schade… 😉 Die Suche hat uns aber trotzdem Spass gemacht.

Da wir auf unserer Rest area keine Dusche hatten, musste der Schlauch einer oeffentlichen Wasserzapfstation herhalten. In Badeklamotten spritzten wir uns gegenseitig ab, sodass wenigstens der grobe Dreck abging. Zum Abendbrot bekamen wir dann noch Besuch von vielen Rainbow parakeets, die ueberaus zutraulich waren und uns auf die Pelle rueckten.

Auf dem Rueckweg zur Kueste machten wir einen ausgiebigen Stopp im Blackdown Tableland National Park, einem 600 Meter hohen Plateau mitten im ansonsten flachen Land. Allein der Weg zu unserem Campingplatz war ziemlich aufregend, da es schon dunkel war und wir eine ausserst kurvige, steile und unebene Schotterpiste bewaeltigen mussten. Zudem mussten wir immer wieder auf herumhopsende Kaenguruhs achten. Der Umstand, dass wir komplett allein mindestens 30 km von der naechsten Siedlung entfernt im Wald campten, liess Christins Herz nicht gerade langsamer schlagen.

Am naechsten Morgen wurden wir von Geraeuschen von unserem Dach kommend geweckt. Auf der Suche nach der Ursache entdeckten wir einen grossen, schwarzen Vogel auf unserer Motorhaube und viele weitere in den Baeumen um uns herum. Erinnerungen an Die Voegel kamen hoch. 🙂 Nachdem Christin beim Fruehstueck von ihrem Lieblingsvogel, dem Laughing Kookaburra, angeflogen wurde, starteten wir in unseren Tag im Nationalpark. Dabei sahen wir riesige aufeinandergestapelte Felsen (Mushroom rocks), Wandmalereien, Baeume, aus deren Rinde man Seile machen konnte, und erfuhren viel ueber die Lebensgewohnheiten der Aborigines.

Besonders begeisterten uns unterirdische Tunnel und Loecher, die vom Flusswasser gefuellt wurden und wunderschoen aussergewoehnlich aussahen. Von zwei Aussichtspunkten aus hatten wir einen tollen Ueberblick ueber den Wald und die unter uns liegende Ebene.

Das absolute Highlight war ein Ort namens Rainbow Water. Allein der 2,2 km weite Abstieg zu dieser gruenen Oase versetzte uns ins Staunen, denn alles war voller Palmen und Felsen, an denen Wasser herunterlief. Unten angekommen empfing uns ein wunderschoener Wasserfall, der sich in einen gruen schimmernden Pool ergoss. Ausserdem lagen riesige Felsen herum, die Erk erklomm. Wir sprangen auch einmal kurz in den Pool, mussten auf Grund der unglaublichen Kaelte aber schnell wieder raus. Wie schoen dieser Ort war, koennt Ihr auf dem von Christin begeistert kommentierten Video sehen:

Fuer uns war es ein wunderschoener Ausflug weg von der Kueste, der uns immer in Erinnerung bleiben wird.

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4 Responses to Ausflug in die Central Highlands (mit Bildergalerie)

  1. Corinna says:

    Deine Begeisterung ist soo.. süß:) das steckt direkt an!

    • Christin says:

      Das war auch einfach soooo schön. 🙂 Ich war ganz hin und weg! Es wäre so toll gewesen, wenn du dabei gewesen wärst!

  2. Svenja says:

    Ja voll süß 🙂 den Ort müsst ihr uns dann irgendwann nochmal zeigen!!! 🙂 Auch das sehr professionell aussehende Saphir-Such-Video von Erk war sehr spannend 😉 Nur schade dass ihr nix gefunden habt 🙂 Knutschi

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