Abel Tasman National Park, New Zealand (mit Bildergalerie)

Moinsen!

Nach 25 aufregenden Tagen auf der Nordinsel Neuseelands nahmen wir die Faehre von Wellington nach Picton, unsere erste Station auf der Suedinsel. Hier verbrachten wir zwei Naechte in der Sequoia Lodge, einem suessen kleinen Hostel mit kostenlosem Schokoladenpudding und heissem Pool. Danach ging es nach Nelson, von wo aus wir eine dreitaegige Abenteuer-Tour durch den Abel Tasman National Park organisierten. Am ersten Abend lernten wir noch Nina und Hanna kennen, die sich uns spontan anschlossen. Daher war der Planungsprozes auch etwas komplizierter, denn wir waren nun schon sechs Leute. Dennis, Nina und Hanna wollten wandern und Martin und wir wollten eine kombinierte Wander- und Kayaktour machen.

Es galt, den Bus zum Park und zurueck, die Kayaks, die Zeltplaetze, ein Wassertaxi und Campingequipment zu mieten bzw. reservieren. Ausserdem mussten wir fuer unsere Verpflegung sorgen. Dazu teilten wir uns in zwei Dreier-Teams, die fuer das andere Team auch jeweils eine kleine Ueberraschung besorgen mussten, die nicht mehr als 5 NZD kosten durfte.

Am naechsten Morgen ging es dann sehr frueh los. Ueberfluessiges Gepaeck konnten wir in unserem Hostel, dem Tasman Bay, lassen. Der Bus brachte uns nach Marahau, von wo aus die Wandergruppe sofort loslief, denn der erste Tag sollte auf Grund der weiten Strecke ziemlich anstrengend werden. Wir machten uns auf zu unserer Kayak-Basis, wo wir eine sehr ausfuehrliche Sicherheits-Einweisung bekamen und unsere Kayaks beluden. Christin und ich hatten ein Zweierkayak und Martin ein Einer. Es wurde ziemlich eng, da wir auch noch die Zelte der Wandergruppe mithatten. Letztendlich passte aber alles.

Gegen 12 Uhr, fast drei Stunden spaeter als geplant, konnten wir dann endlich losfahren. Gott sei Dank spielte auch das Wetter einigermassen mit. Spaeter wurde es auch richtig sonnig. Nachdem wir uns mit der Steuerung des Kayaks vertraut gemacht hatten, ging es recht zuegig voran. Laut Karte hatten wir naemlich noch 5 Stunden Paddeln vor uns. Das Wasser war unglaublich gruen und die Kueste war bis auf einige Straende von Regenwald ueberzogen. An einem der Straende, die von Land aus nicht zugaenglich waren, machten wir Rast, als wir merkten, dass wir deutlich schneller waren als auf der Karte angegeben. Unsere erste Strandlandung war etwas holprig, daher mussten wir danach erstmal das Kayak auspumpen.

Kurz bevor wir die Bark Bay, unseren ersten Campingplatz erreichten, wurde es etwas welliger und Christin und ich wurden leicht seekrank. Dem Hauptgefreiten der Marine a.D. Martin machte der Seegang natuerlich nichts aus. In der Bark Bay gingen wir schwimmen und erkundeten ausgiebig das durch das ablaufende Wasser freigegebene Watt und den angrenzenden Regenwald. Dann bauten wir die Zelte auf, da die Wanderer noch nicht da waren. Gegen halb Acht, nach acht Stunden wandern, trafen sie endlich ein. Zum Abendessen gab es Nudeln mit frischen Pilzen, Zwiebeln und Knobi. Als Ueberraschung fuer die geschundenen Wanderer machten wir auch eine heisse Schokolade. Rezept: Wasser + Milchpulver = Milch, Milch + Kakaopulver = Kakao.

Der zweite Tag war etwas lockerer geplant. Die Paddelentfernung zum Onetahuti-Zeltplatz war nur ca. eine Stunde. Auf dem Weg lag jedoch noch Tonga Island, auf der eine Seehundkolonie ansaessig ist. Wir konnten ganz nah mit den Booten an die Seehunde heranfahren und sie beim Spielen, Schwimmen und Herumliegen beobachten. Leider bewegten sie sich meistens so schnell, dass es schwierig war, gute Fotos zu machen. Delphine konnten wir leider keine entdecken.

Beim Zeltplatz angekommen entluden wir die Kayaks und machten sie transportfertig. Sie wurden spaeter von einem kleinen Wassertaxi abgeholt. In der Zwischenzeit gingen wir wieder schwimmen, erkundeten kleine Hoehlen und versuchten, gegen die Unmengen von Sandfliegen zu kaempfen. Leider erfolglos, die angrenzende Bucht hiess wohl nicht umsonst Sandfly Bay. Jedenfalls wurden wir ziemlich zerstochen bzw. zerkaut, denn die Viecher beissen kleine Stuecke aus dem Koerper heraus.

Am letzten Tag unserer Tour wanderten wir dann mit den Anderen zusammen weiter Richtung Norden. Gleich morgens entdeckten wir dann noch einen suessen Pinguin, der sich zum Schlafen an den Strand gelegt hatte.

Wir mussten den Regenwald durchqueren, der immer mal wieder wunderschoene Blicke auf den Ozean zuliess. Ausserdem gingen grosse Teile der Strecke durch durch die Tide trockengelegtes Gebiet. Wir mussten immer wieder kleine Priele ueberspringen oder durchwaten. Das war sehr spassig und aufregend. Nachmittags verbrachten wir noch etwas Zeit am Strand von Totaranui, von wo uns spaeter ein Wassertaxi abholte. Das Boot hatte Platz fuer ca. 14 Personen, deren Gepaeck und ein Kayak. Mit 225 PS ging es dann ziemlich ab und wir sprangen ganz gut ueber die Wellen.

Zurueck in Marahau wurden wir vom Landungsplatz noch ein paar Meter in einem Van gefahren. Leider sass auf der Rueckenlehne, an die Christin sich anlehnen wollte, bereits eine Hummel. Sie verteidigte ihren Platz, indem sie Christin in den Ruecken stach. Diese verkraftete den Stich aber ueberraschend tapfer und zeigte sogar Verstaendnis fuer das aufgebrachte Tier.

Rechtzeitig zur Schokoladenpuddingzeit waren wir dann wieder in Nelson, duschten und fielen erschoepft ins Bett.

Diese Tour war wieder mal ein unvergessliches Erlebnis und wir sind beide der Meinung, dass die Straende und die Landschaft zu den schoensten zaehlen, die wir bisher gesehen haben. Hier die ganze Truppe auf einem Haufen (v.l.): Christin, Erk, Nina, Hanna, Dennis, Martin.

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7 Responses to Abel Tasman National Park, New Zealand (mit Bildergalerie)

  1. Corinna says:

    Mal wieder tolle Fotos:) aber seid ihr sicher das der Pinguin nur schläft???

    • Christin says:

      Meine suesse Maus.
      Leider glaube ich, dass der Pinguin aus seinem tiefen Schlaf nicht mehr erwachen wird. Ich werde diesen Anblick nie vergessen.
      Kuss,
      Deine Christin

  2. Wilkometer says:

    Einfach unglaublich, was ihr alles erlebt.. =)

  3. Corinna says:

    Oh…armer kleiner Pinguin!

  4. Nicky says:

    Hey ihr zwei!

    Einfach unglaublich fantastische Bilder!
    Ich hoffe euch geht es gut, da unten am anderen Ende der Welt?!
    Die Heimat vermisst euch!
    Ich freue mich schon auf weitere tolle Geschichten und Bilder von euch!
    Danke, dass ihr alle so auf dem laufenden haltet!
    Gruß und Kuss!

    Nicky and Family 🙂

  5. Pat says:

    hallo ihr 2!

    erk, wolltest ja meine must-do’s wissen:
    sued-insel:
    – boulders => natur-wunder
    – fjordfland nat. park => landscape
    – milford sound => landsape
    – queenstown => x-treme sport
    – kaikoura => wale, delphine, seehunde
    – christchurch => schone stadt, falls was uebrig geblieben ist…
    – gesamte west-coast => achtung! ist echt menschenleer, bei sprit/verpflegung usw. vorsorgen…
    – mount aspring nat. park => evtl. wanderungen / schone land-scape
    – mount cook
    – lake te kapo

    wuesche euch noch viel spass + bleibt gesund!!!

    lg pat

  6. Katrin says:

    Da will man doch am liebsten hinterher fliegen bei den tollen Bildern…

    Wünsch Euch noch ganz tolle Abenteuer und passt auf Euch auf!!!

    Lg Katrin

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